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"Wir fordern Gleichberechtigung"

Kinderrechtsseminar am 27. und 28. Juli 1996 in Estelí / Nicaragua

Abschlußerklärung

Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Nicaragua versammelten sich am 27. und 28. Juli 1996 unter dem Motto "Wir fordern Gleichberechtigung". In unseren Gesprächen und Überlegungen wurde uns deutlich, daß manche Rechte nach wie vor verletzt werden - wie in der Familie, der Schule und beim Arbeiten - und daß wir Rechte fordern, die weder von der Internationalen Kinderrechtskonvention und schon gar nicht von unseren Regierungen anerkannt werden.

Angesichts dieser Situation fordern wir:

  • das Wahlrecht ohne Altersbeschränkung und das Recht unsere Vertreter in der Regierung zu wählen
  • Mitbestimmung an politischen Entscheidungen
  • daß es keine Altersgrenze für die Arbeit von Kindern gibt und daß wir frei entscheiden können, ob und was wir arbeiten wollen
  • daß der Staat ein monatliches Kindergeld austeilt und daß die Kinder entscheiden, was sie mit dem Geld machen
  • das Recht zu entscheiden, ob wir weiterhin bei unseren Familien leben wollen im Fall, daß wir mißhandelt werden
  • daß es ein Recht auf Bildung gibt, aber daß niemand gezwungen wird zu lernen
  • daß unsere Arbeit anerkannt wird und sie unter besseren Bedingungen stattfindet (in Zentren, Werkstätten, aber nicht auf der Straße)

Wir gehen davon aus, daß unsere Forderungen berücksichtigt werden und sich tatsächlich erfüllen, weil wir als Kinder Menschen sind, fähig unsere eigenen Entscheidungen zu treffen und auf die Veränderung unserer Gesellschaft einzuwirken.