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Den Alternative Skole (DAS)
- das beste, was wir sahen

Karl vom Böckel

Am Donnerstag, dem 20. August, sind wir nach Hillerød zur "Den Alternative Skole" (DAS) gefahren. Ein paar Tage zuvor hatten Vibe und Jesper uns auf diese Schule hingewiesen.
Als wir uns dort meldeten, hat sich Kia, eine Schülerin, bereit erklärt, unseren Besuch zu organisieren.

Als die letzten KRÄTZlinge von ihren nächtlichen Streifzügen durch Kopenhagen zurückgekommen waren und wir alle gefrühstückt hatten, machten wir uns auf den Weg. In der DAS angekommen, wurden wir von einer Gruppe Schülern empfangen. Wir wurden in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt und durch die Schule geführt. Uns wurde während des Rundgangs einiges über diese Schule erzählt: Es gibt nur die 8., 9. und 10. Klasse (je 2 pro Stufe). Die Kosten für die Eltern belaufen sich auf ungefähr 1000 Kronen (ca. 260 DM) pro Monat, wobei ärmere Familien etwas weniger und betuchtere Eltern etwas mehr zahlen. Die 110 Schüler putzen und kochen selbst und führen auch kleinere Reparaturen und Umbauten selbst durch.

Jeder Schüler hat in der Schule seinen eigenen Verantwortungsbereich, sei es der Zustand eines Raumes, das Vorbe-reiten von Ausflügen oder etwa anderes.

Ein normaler Schulalltag besteht aus Projektarbeit, Homegroups und Basisunterricht. Obwohl es kaum eine Stundeneinteilung gibt, beginnt der Tag um 9 Uhr mit der Arbeit an Projekten, die die Schüler selber vorgeschlagen haben und dann mit dem Lehrer gemeinsam abgestimmt wurden. Andere Themen werden in den um 11 Uhr beginnenden Homegroups behandelt und diskutiert (das wären zum Beispiel die Internetseiten der Schule). Diese Homegroups bestehen aus je 12 Schülern, wobei aus jeder Klassenstufe je 4 stammen. Schwerwiegende - einen größeren Bereich betreffende Probleme - werden auf den monatlich stattfindenden großen Treffen aller zum Schulbetrieb gehörenden Personen (also die etwa 12 Lehrer und die 110 Schüler) besprochen.

Mittags, also 12 Uhr, gibt‘s erst einmal das von einer der Homegroups zubereitete Essen. Nach dem Mittagsmahl geht es für ungefähr ‘ne Stunde zum Basisunterricht. Dieser Basisunterricht kann Dänisch, Englisch, Deutsch oder Mathematik sein. Diese Fächer wechseln alle 3 Monate, allerdings wird innerhalb dieser drei-monatigen Periode nur ein Fach behandelt.

Das hat den Vorteil, daß der Stoff zusammenhängend gelernt werden kann und kein andauerndes und belastendes „Springen" zwischen total unterschiedlichen Themenbereichen, wie z.B. Englisch und Mathe oder Chemie und Kunst (oder...,) stattfindet. Die zweite Art des Unterrichts ist die schon erwähnte Projektarbeit. Diese wird für jeweils ein Jahr ausgewählt. Es gibt Projekte wie Landwirtschaft, Industrialisierung, Politik oder Geschichte. Desweiteren werden 2 Praktika pro Jahr organisiert.